Die Verehrung der Muttergöttin
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Was versteht man unter der „Verehrung der Muttergöttin“? Ein Besuch im Frauenmuseum von Hanoi – einem der interessantesten Museen in Südostasien – ist unerlässlich, um die reiche und vielfältige Kultur Vietnams besser zu verstehen. Ein großer Teil der Ausstellung ist dem Glauben an die Muttergöttin gewidmet.
Horizon Vietnam Travel hat das Museum besucht, um einen umfassenden Einblick in diesen faszinierenden Glauben zu gewinnen. In diesem Artikel bieten wir Ihnen grundlegende Informationen, um diese sehr alte Tradition zu verstehen. Entdecken Sie gemeinsam mit Horizon Vietnam Travel die Verehrung der Muttergöttin!

Wer ist die Muttergöttin?
Viele stellen sich dieselbe Frage: Wer ist die Muttergöttin?
Für die Gläubigen ist sie die höchste Gottheit, die sich in drei Muttergöttinnen der Drei Welten reinkarniert hat –
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die himmlische Welt,
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die Wasserwelt
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sowie die Welt der Berge und Wälder.
Sie herrscht über das Land, beschützt die Menschen und schenkt ihnen Kraft, Naturkatastrophen, Unglück und Krankheiten zu überwinden. Sie bringt Frieden und Wohlstand.

Der Glaube an die Muttergöttin erschien in Vietnam bereits im 16. Jahrhundert. Viele Vietnamesen verehren die Muttergöttin. Diese Göttinnen werden in Tempeln, Pagoden, Palästen oder auch an bescheidenen privaten Altären angebetet, manchmal zusammen mit anderen Schutzgeistern. Die Gläubigen beten am 1. und 15. Tag des Mondmonats, um Frieden und Glück zu erbitten.
Die spirituelle Schönheit
Die Verehrung der Muttergöttin ist ein rein vietnamesischer Volksglaube mit einer langen Geschichte. Er hat sich im Laufe der Zeit der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst und ist bis heute im ganzen Land – und sogar in vietnamesischen Gemeinschaften im Ausland – lebendig geblieben.

Der Glaube an die Muttergöttin ist Ausdruck des Wunsches nach Gesundheit, Wohlstand und Glück. Er spielt eine wesentliche Rolle im spirituellen Leben der Vietnamesen und ist für alle sozialen Schichten attraktiv. Der Kult ist zugleich Religion und darstellende Kunst: In ihm werden die Legenden verdienter Persönlichkeiten erzählt, die das Volk und das Land geschützt haben.
Die Medien (spirituellen Vermittler)
Während der Inkarnationsriten kommunizieren die als Medien geweihten Personen direkt mit den Geistern vor dem Altar. Sie stellen die Legenden der Gottheiten dar, die einst die Feinde des Landes bekämpften. Dadurch können jüngere Generationen die Ursprünge dieser Gottheiten verstehen.
Um ein Medium zu werden, braucht man jedoch eine „vorbestimmte Bindung“ zur Muttergöttin. Diese Bestimmung kann Männer wie Frauen betreffen.
Eine Medienfrau erzählt:
„Bei meiner Geburt bestimmte mich der Schöpfer als Schülerin der Göttin. Ich nahm jedoch nicht an den Ritualen teil und wusste nicht, wie man sie durchführt. Doch plötzlich fühlte ich in meinem Herzen, dass ich der Göttin dienen musste. Von diesem Moment an konnte ich an nichts anderes mehr denken – bis ich schließlich Medium wurde.“

Der Inkarnationsritus – Hầu đồng
Hầu đồng, der Inkarnationsritus, ist das wichtigste Ritual des Muttergöttinnenkults. Die Medien verkörpern mit charakteristischen Bewegungen verschiedene Gottheiten in einer theatralischen Inszenierung.
Die Zuschauer erleben die Schönheit der Gottheiten und Schutzgeister, die in prächtigen Kostümen tanzen, begleitet vom Chầu-Văn-Gesang, der die Legenden und Heldentaten der Gottheiten erzählt. Jedes Kostüm entspricht einer bestimmten Gottheit und hilft dem Medium, die Energie der Inkarnation vollständig auszudrücken.
Ein farbenprächtiges, beeindruckendes Spektakel!
Die Musik im Ritual
Die Musik, insbesondere der Gesang Văn, spielt eine zentrale Rolle. Sie dient als Einladung an die Gottheiten, der Zeremonie beizuwohnen und ihr Leben einzuhauchen.
Sänger und Musiker begleiten das Ritual, das oft bis zu vier Stunden dauert.
Die Opfergaben
Die Opfergaben, die während der Zeremonie von den Gottheiten empfangen und anschließend an die Teilnehmer verteilt werden, gelten als göttliche Gunst.
Nicht materielle Gaben bedeuten für die Gläubigen:
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Gesundheit
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Erfolg
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Glück
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Wohlstand
Materielle Gaben wie Früchte oder Süßigkeiten bringen denjenigen Glück, die sie erhalten. Deshalb bemühen sich viele, möglichst viele Gaben zu sammeln und mit nach Hause zu nehmen.
Die wesentliche Bedeutung des Kultes
Ein reines Herz ist der zentrale Wert des Glaubens an die Muttergöttin.
Sie lehrt die Menschen:
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ehrlich zu leben,
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großzügig zu sein,
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sich würdig zu verhalten,
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die Ahnen zu verehren,
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dankbar gegenüber jenen zu sein, die dem Land und dem Volk dienen.
Die Gläubigen sind überzeugt, dass die Muttergöttin sie schützt und ihnen Gesundheit, Glück und Wohlstand schenkt. Ihre Opfer sind Ausdruck ihrer tiefen Dankbarkeit.
Was die Gläubigen fühlen
Im Frauenmuseum von Hanoi hört man ehrliche und bewegende Aussagen:
„Die Muttergöttin schützt das gesamte Volk. Ich bete zu ihr, damit es mir geschäftlich gut geht und ich gesund bleibe.“
„Nach jeder Zeremonie fühle ich mich friedlich und voller Energie, als wären all meine Sorgen verschwunden.“
„Ich bin glücklich und erleichtert, denn ich weiß, dass Buddha und die Muttergöttin meine Bitten erhört haben.“
Abschluss
Horizon Vietnam Travel hofft, dass Ihnen dieser Artikel gefallen hat.
Wenn Sie Vietnam besuchen, zögern Sie nicht, einer rituellen Zeremonie beizuwohnen – ein einzigartiger Einblick in die religiöse Kultur Vietnams!
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