Hepatitis A

Es besteht kein besonderes Risiko, diese Krankheit in Vietnam zu entwickeln, dennoch halten wir es für sinnvoll, über sie zu informieren, um sich wirksam zu schützen.

Hepatitis A ist eine ansteckende Lebererkrankung, die durch das Hepatitis-A-Virus verursacht wird. Früher nannte man sie „infektiöse Hepatitis“, da sie sich epidemisch ausbreiten kann. Das Virus wird über verunreinigte Getränke, Lebensmittel oder Gegenstände direkt oder indirekt übertragen. Die Kontamination ist unsichtbar, und die Inkubationszeit beträgt im Durchschnitt etwa vier Wochen.

Hepatitis A – Welche Risiken gibt es?

In Ländern, in denen die Hygienestandards nicht sehr streng sind, infizieren sich viele Menschen bereits im Kindesalter. Bei Kindern verläuft die Krankheit meist ohne oder nur mit sehr milden Symptomen. In industrialisierten Ländern ist das Infektionsrisiko dagegen stark gesunken.

Dank der erheblich verbesserten Hygienestandards in Vietnam ist das Risiko, sich mit Hepatitis A anzustecken, inzwischen sehr gering. Die meisten Reisenden sind jedoch nicht gegen diese Krankheit geschützt.

Wenn sich Erwachsene infizieren – zum Beispiel auf einer Reise –, ist das Risiko hoch, dass sich eine ausgeprägte Hepatitis entwickelt. Bei etwa 80 % treten intensive Symptome auf: Übelkeit, Bauchschmerzen, Gelbsucht, dunkler Urin usw. Diese Beschwerden entstehen durch eine verringerte Leberfunktion.

Auch wenn die Krankheit meistens gutartig verläuft (keine Chronifizierung, keine Lebensgefahr), ist die Morbidität bei Erwachsenen dennoch hoch, insbesondere langfristig. Die akute Phase dauert in der Regel mehrere Wochen, gefolgt von einer postviralen Erschöpfungsphase. In etwa jedem zehnten Fall kann die Krankheit ungleichmäßig und sehr langsam verlaufen, manchmal bis zu sechs Monate. Das Risiko steigt deutlich mit dem Alter: etwa 1‰ bei Kindern, aber 2 % bei Personen über 40 Jahren. Bei fulminanter Hepatitis liegt das Sterberisiko bei etwa 30 %.

Wo kann man sich mit Hepatitis A anstecken?

Derzeit gibt es in Vietnam keine Endemiegebiete.

Am häufigsten wird Hepatitis A durch Kinder übertragen. Sie sind oft symptomlos, obwohl sie Träger des Virus sind, weshalb eine Infektion schwer zu erkennen ist. Die Hauptbetroffenen sind Erwachsene, vor allem Reisende. Das Infektionsrisiko in subtropischen Regionen ist real, variiert jedoch stark: etwa 0,4–4‰ der Reisenden pro Monat in touristischen Gebieten, aber bis zu 2 % pro Monat in Regionen mit schlechten Hygienebedingungen. Selbst ein Aufenthalt in einem Luxushotel schließt das Risiko nicht aus. Es wird daher empfohlen, sich vor der Abreise impfen zu lassen.

Der Impfstoff gegen Hepatitis A wird allen gefährdeten Reisenden dringend empfohlen – unabhängig von der Reisedauer.

Wie kann man Hepatitis A vermeiden?

Die einzige wirksame Präventionsmaßnahme ist die Impfung.

Wo kann man sich impfen lassen?

Der Impfstoff ist in Apotheken erhältlich und kann in einem zugelassenen Impfzentrum oder bei Ihrem Hausarzt verabreicht werden. Es gibt auch einen Kombinationsimpfstoff, der gleichzeitig gegen Hepatitis A und Hepatitis B schützt.

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