Was kann man in Ha Giang unternehmen? Entdecken Sie die wilde Perle Nordvietnams
Résumé du contenu
Im äußersten Norden Vietnams begeistert Ha Giang Reisende, die Authentizität, großartige Natur und echte menschliche Begegnungen suchen. Spektakuläre Karstberge, steile Reisterrassen, farbenfrohe ethnische Minderheiten und abgelegene Bergdörfer formen eine Landschaft von ursprünglicher und unverfälschter Schönheit.

Ha Giang ist eine abgelegene Region, die bisher weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben ist. Entdecken lässt sie sich mit dem Motorrad, Auto oder zu Fuß, im Rhythmus der Straßenkurven und der Begegnungen mit den Einheimischen. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse vor und beschreibt eine ideale Route von drei bis vier Tagen.
Anreise nach Ha Giang

Ha Giang liegt etwa 300 Kilometer nördlich von Hanoi, was einer Fahrzeit von sechs bis sieben Stunden entspricht. Die meisten Reisenden nehmen einen Nachtbus, aber ein privater Transfer bietet mehr Komfort.
Vor Ort gibt es zwei Möglichkeiten:
Die Ha Giang Loop mit dem Motorrad
Für ein freies und intensives Reiseerlebnis, sofern ein internationaler Führerschein vorhanden ist oder ein Fahrer engagiert wird.
Ein privates Fahrzeug mit Fahrer
Ideal, um die Landschaft entspannt zu genießen.
Unabhängig von der Wahl erwartet Sie eine außergewöhnliche Reise durch die beeindruckendsten Berge Vietnams.
Die Ha Giang Loop: 3- bis 4-tägige Route

Die berühmte Ha Giang Loop gehört zu den schönsten Strecken des Landes. Sie führt durch tiefe Canyons, ethnische Dörfer und spektakuläre Pässe.
Tag 1 – Ha Giang → Quan Ba → Yen Minh
Die Route beginnt in Ha Giang. Auf der Nationalstraße QL4C Richtung Norden erscheinen schnell die ersten Bergmassive.
Quan Ba Pass
Bekannt als das „Himmelsportal“, bietet er einen eindrucksvollen Blick auf die berühmten Zwillingsberge. Die Täler und Reisterrassen prägen eine besonders harmonische Landschaft.
In Hmong- oder Dao-Dörfern kann man traditionelle Lehmhäuser und das Bergleben kennenlernen. Die Übernachtung erfolgt in Yen Minh, einer kleinen, ruhigen Stadt.
Tag 2 – Yen Minh → Dong Van → Lung Cu
Je näher man dem UNESCO-Karstplateau Dong Van kommt, desto spektakulärer wird die Landschaft: Kalksteinfelsen, tiefe Schluchten und Maisfelder an steilen Hängen.
Palast des Hmong-Königs in Sa Phin

Ein Bau aus den 1920er-Jahren, der chinesische und europäische Einflüsse vereint. Heute dient er als Museum.
Altstadt von Dong Van
Ein historischer Ort mit Steinhäusern, einem lebhaften Markt und traditionell gekleideten Bewohnern.
Lung Cu – nördlichster Punkt Vietnams

Die Flaggenmastspitze liegt auf 1.700 Metern Höhe und bietet eine klare Aussicht bis zur chinesischen Grenze. Sie gilt als Symbol nationalen Stolzes.
Tag 3 – Dong Van → Ma Pi Leng → Meo Vac

Der Ma Pi Leng Pass gilt als einer der beeindruckendsten des Landes. Er schwebt hoch über dem Nho-Que-Fluss und einem der tiefsten Canyons Asiens. Jede Kurve eröffnet neue Ausblicke auf Berge, Täler und Dörfer.
In Meo Vac lohnt sich am Sonntag der traditionelle Bergmarkt mit Hmong-, Tay- und Lo-Lo-Gemeinschaften.
Tag 4 – Meo Vac → Yen Minh → Ha Giang
Auf der Rückfahrt bieten die Dörfer Sung La und Lung Cam schöne Fotomotive: traditionelle Häuser, blühende Felder und ländliche Ruhe. Am Nachmittag Rückkehr nach Ha Giang.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Ha Giang
Hoang Su Phi

Die Reisterrassen zählen zu den schönsten Vietnams. Besonders beeindruckend sind sie zur Erntezeit im September und Oktober, vor allem in Ban Phung, Ban Luoc und Thong Nguyen.
Thon Tha

Ein ruhiges Tay-Dorf mit Pfahlhäusern, umgeben von Reisterrassen. Ideal für Übernachtungen bei Gastfamilien und kleine Wanderungen zum nahegelegenen Wasserfall.
Tay Con Linh

Der Aufstieg auf diesen 2.427 Meter hohen Berg ist anspruchsvoll, lohnt sich jedoch mit weiten Ausblicken über die umliegenden Höhenzüge.
Ethnische Minderheiten

Über 20 Gruppen leben in Ha Giang, darunter Hmong, Dao, Lo Lo, Tay und Nung. Die lokalen Märkte von Dong Van, Meo Vac und Khau Vai bieten Einblicke in ihr Alltagsleben.
Khau Vai Liebesmarkt

Ein einzigartiges Ereignis, das nur einmal jährlich stattfindet. Menschen treffen dort frühere Liebespartner wieder, singen, sprechen und feiern miteinander.
Praktische Hinweise
Beste Reisezeit: März bis Mai und September bis November.
Übernachtung: Homestays bieten authentische Einblicke in das Bergleben.
Motorrad: Internationaler Führerschein erforderlich; alternativ einen lokalen Fahrer buchen.
Klima: Nächte können kühl werden, daher warme Kleidung einplanen.
Fazit
Ha Giang verkörpert ein ursprüngliches Vietnam mit lebendigen Traditionen und unberührter Natur. Jede Kurve und jedes Dorf bietet neue Eindrücke und Begegnungen. Es ist eine menschliche, kulturelle und landschaftliche Erfahrung, die nachhaltig beeindruckt.
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