Top 11 der ungewöhnlichsten vietnamesischen Gerichte, die Sie vor Ihrer Reise kennen sollten

Vietnam ist weltweit berühmt für seine raffinierte Küche mit authentischen und köstlichen Aromen – Gerichte wie Phở und Bánh Mì begeistern Feinschmecker auf der ganzen Welt. Doch jenseits dieser Klassiker birgt Vietnam eine faszinierende Sammlung ungewöhnlicher Speisen, reserviert für kulinarische Entdecker, die neue Geschmackswelten erleben möchten. Diese wenig bekannten, manchmal überraschenden und oft mutigen Spezialitäten spiegeln den kulturellen Reichtum und das tief verwurzelte gastronomische Erbe des Landes wider.

Jedes dieser ungewöhnlichen vietnamesischen Gerichte erzählt eine Geschichte – über eine Region, eine Tradition oder eine Lebensweise – und lädt Reisende dazu ein, ihre Komfortzone zu verlassen. Ob befruchtete Enteneier, gegrillte Insekten oder Suppen mit unerwarteten Zutaten: Diese außergewöhnlichen Speisen bieten eine unvergleichliche sensorische Reise und enthüllen eine unbekannte Seite der vietnamesischen Küche. Für Mutige ist das Probieren dieser Gerichte ein Eintauchen in die kreative, authentische und zutiefst traditionsverbundene Seele Vietnams.

Trứng Vịt Lộn (Balut / Befruchtetes Entenei)

Trứng Vịt Lộn ist ein fast vollständig entwickeltes, befruchtetes Entenei – eine Delikatesse in vielen Ländern Südostasiens, darunter Vietnam. Dieses ungewöhnliche Gericht wird oft wegen seiner angeblich stärkenden Wirkung und seines hohen Proteingehalts gegessen.

Das Ei wird gekocht und heiß serviert, typischerweise mit frischen Kräutern wie Minze und Basilikum, Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limette. Manche fügen scharfe Soße hinzu.

Trotz seines für viele gewöhnungsbedürftigen Aussehens wird es wegen seiner einzigartigen Konsistenz und seines intensiven Geschmacks geschätzt. Straßenverkäufer bieten es im ganzen Land an – ein unvergessliches Erlebnis für neugierige Reisende.

Tiết Canh (Blutsuppe)

Tiết Canh ist eine traditionelle vietnamesische Suppe aus frischem Enten- oder Schweineblut, vermischt mit Fleischstücken, Kräutern und gerösteten Erdnüssen. Das Blut wird mithilfe von Limettensaft oder Essig leicht zum Gerinnen gebracht.

Dieses Gericht, oft bei Festen serviert, überrascht viele Besucher, ist jedoch tief in der vietnamesischen Esskultur verwurzelt.

Thịt Chó (Hundefleisch)

Hundefleisch wird in einigen Regionen Nordvietnams konsumiert – eine Praxis, die kulturell stark diskutiert wird. Das Fleisch wird gegrillt, geschmort oder zu Würsten verarbeitet, stets mit lokalen Kräutern gewürzt.

Traditionell gilt es als glücksbringend, besonders in den kalten Monaten, doch die jüngere Generation distanziert sich zunehmend davon.

Nem Chua (Fermentierte Schweinewurst)

Nem Chua ist eine fermentierte Schweinewurst, die für ihren säuerlichen Geschmack bekannt ist. Sie wird roh verzehrt, meist in dünnen Scheiben, begleitet von Chili, Knoblauch und Kräutern.

Für Neulinge kann die rohe Zubereitung ungewöhnlich wirken, doch für Vietnamesen ist sie ein Klassiker der festlichen Küche.

Rươi (Nereis / Wattwürmer)

Rươi sind Meereswürmer, die im Herbst geerntet werden und als saisonale Delikatesse gelten. Beliebt ist das Rươi-Omelett (Chả Rươi), zubereitet mit Eiern, Kräutern, Mandarinenblättern und Gewürzen.

Ihr Geschmack erinnert an Meeresfrüchte – eine seltene Spezialität, die in Nordvietnam besonders geschätzt wird.

Nhộng Tằm (Seidenraupen-Puppen)

Diese proteinreichen Puppen werden frittiert oder gekocht und mit Knoblauch, Zwiebeln und Gewürzen aromatisiert. Sie finden sich oft auf Märkten und sind ein alltäglicher Snack.

Die knusprige Konsistenz und der kräftige Geschmack machen sie zu einem typischen Beispiel für die Vielfalt vietnamesischer Straßenküche.

Đuông Dừa (Kokoswürmer)

Đuông Dừa – Larven, die im Stamm des Kokosbaums leben – gehören zu den außergewöhnlichsten Speisen des Südens. Sie werden roh, teils lebend, oder leicht gegart gegessen und in nước mắm (Fischsoße) getaucht.

Gegrillt oder frittiert werden sie außen knusprig und innen cremig – eine mutige, aber beliebte Spezialität.

Sầu Riêng (Durian)

Die berüchtigte Durian – „König der Früchte“ – ist für ihren intensiven Geruch bekannt. Ihre cremige, süße Konsistenz begeistert viele, schreckt andere jedoch ab.

In Vietnam genießt man sie frisch oder in Desserts, Smoothies und Eis. Ein polarisierender, aber faszinierender Genuss.

Mắm Tôm (Fermentierte Garnelenpaste)

Mắm Tôm ist ein kraftvolles, violettes Ferment aus Garnelen – eines der markantesten Aromen Vietnams. Es wird mit Limette, Zucker und Chili gemischt und begleitet Gerichte wie bún đậu mắm tôm oder chả cá Lã Vọng.

Für manche gewöhnungsbedürftig, doch für Vietnamesen unverzichtbar.

Chuột Đồng (Reisfeldratte)

Diese in Reisfeldern lebenden Ratten liefern zartes Fleisch und gelten in ländlichen Gebieten als Delikatesse. Sie werden gegrillt oder geschmort, mit Kräutern mariniert oder in Kokosmilch gekocht.

Ein besonderes Beispiel dafür, wie Vietnam lokal verfügbare Ressourcen kreativ nutzt.

Thắng Cố (Pferdeinnereien-Suppe)

Dieses traditionelle Gericht der H’Mông im Hochland besteht aus Pferdeinnereien, Gewürzen wie Sternanis, Kardamom und Ingwer sowie Kräutern. Es wird bei Festivals serviert und ist ein Symbol der Bergküche Nordvietnams.

Schlusswort

Die ungewöhnlichen Gerichte Vietnams sind wie eine Reise innerhalb der Reise. Manche überraschen, andere verunsichern, wieder andere begeistern auf Anhieb. Doch alle erzählen Geschichten – von Tradition, Überlieferung und Einfallsreichtum.

Und selbst wenn man nicht jedes dieser Gerichte probieren möchte, Vietnam bietet unzählige köstliche Alternativen: duftenden Phở, knusprigen Bánh Mì, frische Sommerrollen…

Am Ende geht es darum, Vietnam auf die eigene Art zu schmecken – und sich von Neugier und offenem Herzen leiten zu lassen.

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