Ba Be Vietnam: Die 10 wichtigsten Aktivitäten, die Sie nicht verpassen sollten

Während einer Reise in den Norden Vietnams gehört der Ba-Be-Nationalpark zu den eindrucksvollsten Orten, die es zu entdecken gilt. Er liegt im gleichnamigen Distrikt und bietet eine einzigartige Möglichkeit, der Natur und den örtlichen ethnischen Gemeinschaften zu begegnen. Hier gibt es unglaublich viel zu erkunden – eine große Vielfalt an Flora und Fauna, darunter zahlreiche Schmetterlingsarten. Hier finden Sie unseren Reiseführer und die Top 10 der besten Aktivitäten in Ba Be Vietnam.

Mit seinem außergewöhnlichen Ökosystem und einer ebenso reichen wie vielfältigen Naturkulisse ist Ba Be ein Highlight jeder Reiseroute. Seit 2004 ist der „grüne Schatz“ der Provinz Bac Kan als ASEAN-Naturerbe anerkannt – ein seltenes Naturjuwel. In diesem Artikel geben wir Ihnen zunächst einige praktische Informationen über Ba Be Vietnam und zeigen Ihnen anschließend die besten Aktivitäten sowie wertvolle Tipps, um Ihren Besuch voll auszukosten. Viel Spaß beim Lesen!

Wo liegt der Ba-Be-Nationalpark und wie kommt man dorthin?

Der Ba-Be-Nationalpark befindet sich in der Provinz Bac Kạn, etwa 240 km nördlich von Hanoi. Am besten erreicht man Ba Be über die Straße – entweder mit einem Privatfahrzeug oder mit lokalen Bussen ab Hanoi, Sapa, Cao Bang oder Ha Giang.

Von Hanoi aus dauert die Anreise mit dem Auto etwa 4 Stunden. Busse fahren vom Busbahnhof My Dinh ab; die Fahrt dauert etwa 6 Stunden.

Wann ist die beste Reisezeit für Ba Be Vietnam?

Die ideale Reisezeit für Trekking und Outdoor-Aktivitäten in Ba Be ist:

  • Februar bis April

  • September bis November

In diesen Monaten ist das Wetter weder zu heiß noch zu feucht – perfekt zum Wandern.
Wenn Sie die Reisterrassen in ihrer schönsten Form sehen möchten, eignen sich folgende Monate besonders:

  • April–Mai

  • September–Oktober

Die 10 besten Aktivitäten im Ba-Be-Nationalpark

1. Eine Bootsfahrt auf dem Ba-Be-See

Der Ba-Be-See besteht eigentlich aus drei miteinander verbundenen Seen: Pe Lam, Pe Lu und Pe Leng. Umgeben ist er vom geschützten Nationalwald – seit 1992 der achte Nationalpark Vietnams und mittlerweile UNESCO-anerkannt.

Sie können die Landschaft auf einer vietnamesischen Holzbootfahrt genießen oder ein Kajak mieten.

Ein wichtiger Halt ist der An-Ma-Tempel am Seeufer – perfekt, um mehr über die lokalen religiösen Traditionen zu erfahren.

Sehr schön ist auch die Witweninsel (Widow Island) in der Mitte des Pe-Leng-Sees – ein ruhiger Ort, um die Natur zu bewundern.

2. Wandern in den Wäldern des Ba-Be-Nationalparks

Der Park ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde. Berge, Reisterrassen, Flüsse und Wälder formen eine üppige Landschaft. Unterwegs begegnet man verschiedenen ethnischen Minderheiten. Zwei- oder mehrtägige Trekkingtouren mit Übernachtung bei Gastfamilien sind möglich – eine perfekte Art, die Region intensiv zu erleben.

3. Die Dau-Dang-Wasserfälle entdecken

Die Dau-Dang-Wasserfälle liegen 16 km vom Distriktzentrum Ba Be und 3 km vom See entfernt. Der bis zu einem Kilometer lange Wasserlauf schlängelt sich entlang des Nang-Flusses und liegt eingebettet zwischen charmanten Berglandschaften.

Unterhalb der Wasserfälle befindet sich ein kleines Tay-Dorf mit fünf Häusern. Auch eine seltene Fischart, der „ca chien“, lebt hier – manche Exemplare wiegen über 10 kg.

In der Umgebung leben Tay, Rot-Dao, Weiß-Dao und Hmong.

4. Die Puong-Höhle erkunden

Vom Ba-Be-See aus erreicht man die Puong-Höhle (Hang Puong). Sie ist 30 m hoch, 300 m lang und verläuft durch einen Berg. Geformt wurde sie durch jahrhundertelange Erosion.

In ihrem Inneren:

  • beeindruckende Tropfsteinformationen

  • tausende Fledermäuse

  • ein mystisch beleuchteter steinerner Tunnel

Der Eingang wirkt dunkel, führt jedoch in ein atemberaubendes unterirdisches Labyrinth.
Keine Sorge – die Fledermäuse sind harmlos!

5. Das Feenbecken (Ao Tien) bewundern

Ao Tien ist ein kleiner, idyllischer Bergsee, umgeben von dichter tropischer Vegetation. Der Legende nach badeten hier einst Feen und spielten Schach. Das Wasser ist klar und rein – ein magischer Ort.

6. Die Hua-Ma-Höhle besuchen

Diese beeindruckende Höhle liegt etwa 80 km von der Stadt Bac Kạn entfernt und ist bekannt für ihre außergewöhnlichen Felsenformationen. Der Weg zur Höhle umfasst einen 300-m-Aufstieg, der sich lohnt.

7. Ein Abenteuer in der Na-Phoong-Höhle

Die Na-Phoong-Höhle befindet sich im zentralen Bereich des Parks, 500 m südöstlich des Dorfes Bo Lu. Sie ist etwa 3 km lang und wird von einem unterirdischen Fluss durchquert. Die großen Hallen, hohen Gewölbe und zahlreichen Tropfsteine sind spektakulär.

Hier leben Fledermäuse und verschiedene Reptilienarten.

8. Spaziergang im traditionellen Dorf Pac Ngoi

Pac Ngoi liegt im Herzen des Nationalparks und zählt etwa 80 Haushalte – überwiegend Tay. Das Dorf bewahrt seine traditionellen Stelzenhäuser und die kulturellen Bräuche seiner Vorfahren. Die Einwohner leben von Reisanbau, Mais und Fischfang im Ba-Be-See.

9. Begegnungen mit ethnischen Gemeinschaften

Die Umgebung beherbergt Tay-, Dao- und Hmong-Dörfer.

Die Tay leben in hölzernen Stelzenhäusern, die Flüsse säumen. In ihren Einbaumbooten (thuyền độc mộc) bewegen sie sich geschickt über den See.

Eine Begegnung mit ihnen ist ein authentischer Moment fernab touristischer Pfade.

10. Das traditionelle Handwerk der Tay und Dao entdecken

Viele Boote werden in präziser Handarbeit aus einem einzigen Baumstamm gefertigt. Die Tay sind zudem Meister im Weben farbenprächtiger Stoffe. Unter ihren Stelzenhäusern sieht man oft Frauen fleißig an Webstühlen arbeiten.

Auch traditionelle Lieder und Folkloretänze sind Teil dieser lebendigen Kultur.

Wie besucht man den Ba-Be-Nationalpark am besten?

Ablauf einer typischen 1-Tages-Tour

Am Vortag:
Anreise nach Ba Be, Übernachtung bei einer Gastfamilie, gemeinsames Abendessen.

Am Morgen:
Früher Start – Spaziergang entlang des Sees, Frühstück, Bootsfahrt über das smaragdgrüne Wasser.

Weiterfahrt entlang des Parks, Möglichkeit Tiere wie Bären, Affen, Vögel und Schmetterlinge zu beobachten.

Besuch der Puong-Höhle, anschließend leichte Wanderung und Besuch des Tay-Dorfes Pac Ngoi.

Mittagessen: in einer kleinen Hütte am See.

Nachmittag:
Besuch der Dau-Dang-Wasserfälle und des An-Ma-Tempels auf einer kleinen Insel.

→ In nur einem Tag sieht man bereits viel, doch wer mehr Zeit hat, sollte mindestens 2 Tage bleiben.

Fazit

Der Ba-Be-Nationalpark ist ein wahres Naturparadies – ruhig, rein und zeitlos. Eine Reise hierhin ist wie ein Atemzug frischer Luft, geeignet für Groß und Klein, Wanderfreunde, Naturfotografen und alle, die das echte Vietnam erleben möchten.

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