Das Mekong-Delta: Der umfassende Reiseführer zur Reisschüssel Vietnams
Résumé du contenu
Das Mekong-Delta wird oft als die Reisschüssel Vietnams bezeichnet.
Durchzogen vom Mekong – dem zwölftlängsten Fluss der Welt und dem siebtlängsten Asiens – erstreckt sich diese faszinierende Region über ein komplexes Netz aus Flüssen, Kanälen und Inseln.
Der Mekong durchquert sechs Länder: China, Laos, Myanmar, Thailand, Kambodscha und Vietnam.
In Vietnam trägt er den Namen Sông Cửu Long, der Fluss der neun Drachen – eine Anspielung auf seine neun Mündungsarme, die ins Meer fließen.
Landschaften des Mekong-Deltas
Das Delta bildet eine zugleich wasserreiche und landwirtschaftliche Welt, geprägt von den nährstoffreichen Sedimenten des Flusses.
Die Landschaft besteht aus grünen Kanälen, glitzernden Reisfeldern, tropischen Obstgärten und friedlichen Dörfern, deren Alltag vom Rhythmus des Wassers bestimmt wird.
Diese fruchtbare Region spielt eine Schlüsselrolle in der vietnamesischen Nahrungsmittelproduktion.
Obwohl sie nur zwölf Prozent der Landesfläche ausmacht, produziert sie über fünfzig Prozent des vietnamesischen Reises und macht Vietnam damit zum zweitgrößten Reisexporteur der Welt – direkt nach Thailand.
Hier hängt das Leben in jeder Hinsicht vom Fluss ab: Landwirtschaft, Fischerei, Transport und sogar Traditionen.
Viele Bewohner bevorzugen noch immer das Ruderboot statt das Motorrad.
Tier- und Pflanzenwelt

Das Mekong-Delta beherbergt eine außergewöhnliche Biodiversität.
Die nährstoffreichen Gewässer bieten ideale Lebensbedingungen für zahlreiche Vogel-, Reptilien- und Fischarten.
Die Region ist außerdem das wichtigste Anbaugebiet tropischer Früchte in Vietnam (rund 70 Prozent der nationalen Produktion) und steht zugleich an erster Stelle beim Reisexport (fast 60 Prozent).
Wo liegt das Mekong-Delta?

Das Delta erstreckt sich im äußersten Süden Vietnams zwischen Ho-Chi-Minh-Stadt, der kambodschanischen Grenze, dem Südchinesischen Meer und dem Golf von Thailand.
Diese weitläufige, fruchtbare Ebene wird von den neun Armen des Mekong durchzogen – daher der vietnamesische Name Cửu Long, „die neun Drachen“.
Was gibt es im Mekong-Delta zu sehen?
Das Mekong-Delta ist vor allem eine Lebensart, die man erleben muss.
Mehr als ein Reiseziel ist es eine Welt, die vom Wasser, der Natur und der warmherzigen Gastfreundschaft seiner Bewohner geprägt ist.
Jede Begegnung, jede Bootsfahrt oder jede Kostprobe frischer Früchte bedeutet eine echte Begegnung mit der Kultur Südvietnams.
Begegnung mit den Menschen des Deltas

Eine Reise ins Mekong-Delta bedeutet, das authentische Leben der Menschen kennenzulernen, die vom Fluss abhängig sind.
Die Bewohner sind freundlich, ruhig und großzügig.
Oft laden sie Reisende spontan zu sich nach Hause ein, um eine Mahlzeit oder sogar eine Übernachtung zu teilen – einfach aus Freude an der Begegnung.
Hier findet man eine besondere Gelassenheit, weit entfernt vom Lärm der Großstädte, in einer Atmosphäre voller Ruhe und Herzlichkeit.
Die wichtigsten Orte im Mekong-Delta
My Tho und Umgebung
Nur zwei Stunden von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt liegt My Tho (Provinz Tiền Giang), ideal für die erste Bootstour auf dem Mekong.
Die Region ist bekannt für ihre Reisfelder, üppigen Obstgärten und ethnische Vielfalt (Kinh, Hoa, Khmer, Tây).
Bootsausflüge zu den Inseln geben einen typischen Einblick in das Leben im Delta.
Bến Tre
Bến Tre wird das Land der Kokosnuss genannt und ist bekannt für seine unberührten Landschaften und ruhigen Kanäle.
Hier besucht man kleine Werkstätten zur Herstellung von Kokosbonbons oder handgefertigten Ziegeln.
Boots- und Fahrradtouren ermöglichen eine friedliche und authentische Erkundung der ländlichen Umgebung.
Vĩnh Long
Zwischen den Flüssen Hậu und Tiền gelegen, ist Vĩnh Long eine fruchtbare Provinz, die für Fischerei und tropische Früchte wie Rambutan, Mangostan und Durian bekannt ist.
Hier erlebt man ein einfaches, ländliches Leben, geprägt von schwimmenden Märkten und Obstgärten.
Cần Thơ – Die Hauptstadt des Deltas
Cần Thơ ist die größte Stadt des Mekong-Deltas und zugleich wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum.
Die beeindruckende Hängebrücke steht für die moderne Entwicklung der Region.
Der bekannteste schwimmende Markt ist Cái Răng, wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Er ist früh am Morgen am lebhaftesten und ideal, um frische Früchte direkt vom Boot zu probieren.
Der Markt Phong Điền ist ruhiger und besonders authentisch.
Châu Đốc
Die Grenzstadt Châu Đốc (Provinz An Giang) begeistert durch ihre kulturelle Vielfalt: Khmer, Cham und Vietnamesen leben hier friedlich zusammen.
Man besucht Moscheen, Tempel, Pagoden und lebhafte Märkte.
Sehenswert sind auch die schwimmenden Häuser und das Vogelreservat Trà Sư.
Ein idealer Ort, um kambodschanische Einflüsse zu spüren, ohne Vietnam zu verlassen.
Schwimmende Häuser und Märkte

Im gesamten Delta haben sich die Bewohner an den steigenden Wasserstand angepasst.
Sie entwickelten eine einzigartige Lebensweise: Häuser auf Stelzen, schwimmende Märkte und Transport per Boot.
Diese alltäglichen Szenen machen das Delta zu einem besonders fotogenen und faszinierenden Reiseziel.
Wann sollte man ins Mekong-Delta reisen?
Das subtropische Klima erlaubt Besuche das ganze Jahr über.
Dezember bis Mai – Trockenzeit
Beste Zeit für Ausflüge und Bootstouren.
Mai bis Oktober – Regenzeit (mùa nước nổi)
Die „Zeit des steigenden Wassers“.
Die Landschaften werden grüner, das Wasser steigt, die Tierwelt vermehrt sich stark.
September und Oktober bieten eine spektakuläre Blumenpracht, besonders in Mỹ Tho und Sa Đéc.
Die Durchschnittstemperaturen liegen ganzjährig zwischen 23°C und 34°C.
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