Die Ein-Säulen-Pagode – Ein spirituelles Juwel im Herzen von Hanoi
Résumé du contenu
Die Ein-Säulen-Pagode (Chùa Một Cột), versteckt im Herzen von Hanoi, gehört zu den ikonischsten Bauwerken Vietnams. Sie wurde im 11. Jahrhundert errichtet und zeichnet sich durch ihre einzigartige Struktur aus: ein kleiner hölzerner Schrein, der auf einer einzigen Steinsäule ruht und von einem Teich umgeben ist. Ihre Form erinnert an eine Lotusblüte – ein Symbol der Reinheit im Buddhismus – und verleiht ihr eine seltene Eleganz. Dieser Ort, reich an Spiritualität, ist weit mehr als ein einfaches Bauwerk. Er verkörpert die Harmonie zwischen Mensch und Natur und dient zugleich als wichtiges Zentrum religiöser Verehrung.
Als wahres Symbol der Widerstandskraft hat die Pagode Zerstörungen und Wiederaufbauten über Jahrhunderte hinweg überstanden und dennoch ihren festen Platz im Herzen der Bewohner von Hanoi behalten. Heute ist die Ein-Säulen-Pagode ein Pilgerort und ein Muss für Besucher – ein historisches Zeugnis und zugleich ein beruhigender Ort der Stille inmitten des lebhaften Stadtzentrums.
Überblick über die Pagode
Unter den spirituellen und kulturellen Schätzen Hanois steht die Ein-Säulen-Pagode gleichrangig neben anderen bedeutenden Stätten wie der Trấn-Quốc-Pagode oder der Phuc-Khanh-Pagode. Jedes Jahr zieht sie zahlreiche Besucher an, die sowohl von ihrer einzigartigen Architektur als auch von ihrer ruhigen Atmosphäre fasziniert sind.

Lage
Die Pagode befindet sich im Bezirk Ba Đình, an der Straße Chùa Một Cột, in unmittelbarer Nähe der Straße Ông Ích Khiêm. Sie ist in den historischen Komplex des Ho-Chi-Minh-Mausoleums und des Ba-Đình-Platzes integriert – einen der symbolträchtigsten Orte der Hauptstadt.
Öffnungszeiten
Chùa Một Cột ist täglich von 7:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Zeiten können leicht variieren, je nach Öffnung der benachbarten Sehenswürdigkeiten.
Eintrittspreise
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Kostenlos für Vietnamesen, die zum Beten oder zur Besichtigung kommen
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25.000 VND (≈ 1 USD) für ausländische Besucher
Besuchstipps
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Kleiden Sie sich respektvoll und halten Sie während des Besuchs Ruhe.
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Steigen Sie vorsichtig die Treppe hinauf – sie kann nach Regen rutschig sein.
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Fotografieren Sie rücksichtsvoll, ohne andere Besucher zu stören.
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Berühren Sie keine religiösen Objekte oder Altäre.
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Prüfen Sie die Öffnungszeiten im Voraus – die Pagode kann während Gebetszeiten geschlossen sein.
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Bringen Sie im Sommer einen Hut oder Sonnenschutz mit.
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Nehmen Sie sich Zeit, im Inneren zu meditieren oder die Ruhe des Ortes zu genießen.
Geschichte der Ein-Säulen-Pagode
Die Pagode wurde 1049 unter Kaiser Lý Thái Tông im Herzen der ehemaligen imperialen Hauptstadt Thăng Long (dem heutigen Hanoi) gegründet.
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Der Legende nach erschien dem kinderlosen Kaiser im Traum die Barmherzigkeitsgöttin Quan Âm, sitzend auf einer Lotusblüte und ihm ein Kind reichend. Ergriffen von diesem Traum ließ der Kaiser eine Pagode in Form einer Lotusblüte errichten, um die Göttin zu ehren und seine Dankbarkeit auszudrücken.
Ursprünglich war die Pagode ein Ort des Gebets für Fruchtbarkeit und Wohlstand – und ein starkes Symbol für die Verbindung zwischen kaiserlicher Macht und dem Buddhismus.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Pagode mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Besonders 1954 wurde sie im Indochinakrieg von den französischen Kolonialtruppen zerstört und 1955 originalgetreu rekonstruiert.
Trotz zahlreicher Restaurierungen bleibt sie ein spirituell bedeutender Ort, der jedes Jahr viele Pilger und Reisende anzieht.
Architektur der Ein-Säulen-Pagode
Die Pagode besticht durch symbolische Kraft und traditionelle Baukunst. Gleich am Eingang befindet sich das Tor Tam Quan, gekrönt von der Inschrift „Diên Hựu Tự“ (Pagode des verlängerten Segens). Dieser Name stammt noch aus der Zeit des Kaisers Lý Thái Tông.
Die Originalstruktur ruhte auf einem ausgeklügelten Holzträgerwerk, das auf einer einzigen Steinsäule stand – inmitten eines Lotus-förmigen Beckens.
Die heutige zentrale Säule:
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4 Meter hoch
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1,2 Meter Durchmesser
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trägt den quadratischen Pavillon Liên Hoa Đài („Lotus-Thron“)
Im Inneren befindet sich eine goldene Statue der Quan Âm mit tausend Augen und tausend Armen, flankiert von Ritualgegenständen und reich verziertem Altarwerk in Rot und Gold.
Das Dach ist mit alten, ziegelroten Ziegeln gedeckt und auf seinem Giebel thront das Symbol „lưỡng long chầu nguyệt“ – zwei Drachen, die eine Mondperle bewachen.
Die Pagode wurde 1962 als nationales historisch-künstlerisches Denkmal eingestuft und 2012 von der Asiatischen Rekordorganisation als „einzigartigste Pagode Asiens“ ausgezeichnet.
Spirituelle Bedeutung
Der Göttin Quan Âm gewidmet
Die Ein-Säulen-Pagode ist der Barmherzigkeitsgöttin Quan Âm geweiht – einer zentralen Figur des vietnamesischen Buddhismus. Sie steht für Mitgefühl, Schutz und Heilung.
Viele Besucher kommen hierher, um:
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für Fruchtbarkeit zu beten
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Gesundheit und inneren Frieden zu erbitten
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oder Dankbarkeit für erhaltene Segnungen zu zeigen
Ein Ort für Rituale und innere Einkehr
Die Zeremonien sind schlicht, aber kraftvoll:
Räucherstäbchen entzünden, Lotusblüten darbringen, stille Gebete sprechen.
Für viele ist die Pagode ein Ort, um sich zu sammeln, neue Energie zu finden und inneres Gleichgewicht zu erleben.
Ein bedeutender Wallfahrtsort
An Neumond- und Vollmondtagen strömen zahlreiche Pilger in die Pagode. Besonders Paare, die sich Kinder wünschen, besuchen sie regelmäßig – im festen Glauben, dass Quan Âm diesen Wunsch erfüllen kann.
Fazit
Die Ein-Säulen-Pagode verbindet auf einzigartige Weise Architektur, Spiritualität und Kultur. Ihre Lotusform, getragen von einem einzigen Steinpfeiler, symbolisiert Reinheit und Standhaftigkeit.
Obwohl sie klein ist, trägt sie eine tiefe spirituelle Bedeutung – und bleibt ein lebendiges Zeugnis der vietnamesischen Seele.
Ein Besuch dieses friedlichen, zeitlosen Ortes bietet nicht nur kulturelle Erkenntnisse, sondern auch einen Moment innerer Ruhe mitten im pulsierenden Hanoi.
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