Japanische Brücke von Hoi An – Die stille Seele der Altstadt
Résumé du contenu
Zwischen den ruhigen Gassen von Hoi An zieht eine kleine hölzerne Brücke die Aufmerksamkeit auf sich – durch ihre besondere Form und ihre fast lautlose Ausstrahlung. Errichtet im 16. Jahrhundert von der japanischen Gemeinschaft, verbindet diese überdachte Brücke, Chùa Cầu genannt, die beiden Ufer eines kleinen Kanals mit zurückhaltender Eleganz.
Doch sie verbindet nicht nur zwei Viertel: Sie verbindet auch Epochen, Kulturen und Geschichten. Unter ihrem Ziegeldach scheint die Zeit langsamer zu fließen. Die Japanische Brücke bleibt eines der symbolträchtigsten Wahrzeichen von Hoi An – vertraut, voller Erinnerungen und stets bereit, die ruhigen Schritte all jener aufzunehmen, die sich Zeit nehmen, sie zu überqueren.
Praktische Informationen zur Japanischen Brücke
Lage

Das westliche Ende führt zur Straße Nguyen Thi Minh Khai, das östliche zur Tran Phu.
Die Japanische Brücke (Chùa Cầu) befindet sich im Herzen der Altstadt von Hoi An, am Ufer eines Seitenarms des Hoai-Flusses.
Öffnungszeiten
Täglich geöffnet, entsprechend den allgemeinen Öffnungszeiten der Altstadt:
07:00–21:00 Uhr
Am angenehmsten ist ein Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag.
Eintritt
120.000 VND (ca. 4,5 €) pro Person.
Der Zugang zur Brücke ist im Eintrittsticket für die Altstadt enthalten – dieses umfasst auch mehrere historische Gebäude in Hoi An.
Praktische Tipps für Ihren Besuch
Beste Besuchszeiten
Besonders schön ist die Brücke:
-
früh am Morgen, wenn Hoi An sanft erwacht,
-
am späten Nachmittag, wenn das Licht warm und weich wird.
Diese ruhigen Momente lassen Sie die friedliche Atmosphäre des Ortes voll auskosten.
Wie kommt man hin?
Die Japanische Brücke liegt im Fußgängerbereich der Altstadt.
Mit dem Altstadt-Ticket können Sie außerdem Häuser, Tempel und Versammlungshallen in den angrenzenden Gassen besuchen.
Ein Ort des Respekts
Chùa Cầu ist kein bloßes Fotomotiv – für die Bewohner ist es ein Ort der Erinnerung und Spiritualität.
Bitte:
-
leise sprechen,
-
nicht auf Geländer oder Skulpturen klettern,
-
keine Bauteile berühren,
-
den Ort achtsam betreten.
Respektvolle Stille ist hier eine Form des Dialogs.
Fotografie
Fotos sind erlaubt.
Die Brücke ist besonders fotogen bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wenn sich das Licht im Wasser spiegelt und die Laternen zu leuchten beginnen.
Ein geschichtsträchtiges Bauwerk

Im Herzen der Altstadt von Hoi An, seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe, befindet sich eines ihrer berühmtesten Wahrzeichen: die Japanische Brücke, Chùa Cầu.
Sie wurde Anfang des 17. Jahrhunderts von der japanischen Gemeinschaft erbaut, die in Hoi An lebte, um ihr Viertel mit dem der chinesischen Händler auf der anderen Seite des Kanals zu verbinden.
Die Brücke ist etwa 18 Meter lang und vereint japanische, chinesische und vietnamesische Einflüsse. Ihr geschwungenes Ziegeldach, ihre feinen Holzschnitzereien und ihre harmonischen Linien zeugen vom kulturellen Reichtum dieser alten Hafenstadt.
Eine einzigartige Architektur

Die Japanische Brücke besticht durch ihre schlichte Eleganz und ihre besondere Konstruktion.
Komplett aus Holz gebaut, ist sie mit einem sorgfältig gesetzten Ziegeldach bedeckt, das die Passanten vor Sonne und Regen schützt – ein Baustil, der direkt von traditionellen japanischen Brücken inspiriert ist.
Symbolische Wächter
An jedem Ende stehen zwei Steinfiguren: ein Affe und ein Hund.
Sie verweisen auf die Tierkreiszeichen jener Jahre, in denen der Bau begann und abgeschlossen wurde. Gleichzeitig gelten sie als Beschützer der Brücke.
Ein kleines Heiligtum im Inneren
Im Zentrum der Brücke befindet sich ein kleines, diskretes Heiligtum zu Ehren von Trấn Vũ, einer taoistischen Schutzgottheit, die Stabilität und Schutz vor Naturgewalten verkörpert.
Früher kamen die Bewohner hierher, um für Schutz vor Überschwemmungen und Erdbeben zu beten – in der Nähe des Thu-Bon-Flusses eine ernstzunehmende Gefahr.
Ein lebendiger und zugleich friedlicher Ort

Die Japanische Brücke ist nicht nur ein architektonisches Schmuckstück – sie ist ein Ort des Lebens.
Jeden Tag begegnen sich hier Besucher und Einheimische, in einem ruhigen, fast schwebenden Rhythmus.
-
Am Morgen taucht goldenes Licht die Brücke in eine sanfte, stille Atmosphäre.
-
Am Abend leuchten die Laternen der Altstadt und schaffen ein warmes, romantisches Ambiente.
Ob Fotografen, Spaziergänger oder Paare – jeder bleibt kurz stehen, um die Stimmung aufzusaugen. Obwohl die Brücke gut besucht ist, bewahrt sie stets eine respektvolle Ruhe.
Sie nimmt nicht nur Schritte auf – sie nimmt auch Blicke, Erinnerungen und Gefühle auf.
Für die Menschen von Hoi An ist sie nicht nur Kulisse, sondern ein stiller Zeuge ihrer Identität.
Die Japanische Brücke fügt sich natürlich in die Landschaft ein. Sie will nicht beeindrucken – sie will existieren, still und schlicht.
Sie verbindet nicht nur zwei Ufer, sondern zwei Arten, die Stadt zu erleben:
-
die der Bewohner – alltäglich und vertraut,
-
die der Besucher – aufmerksam für Schönheit, Geschichte und kleine Gesten.
Ein Ort des Übergangs, der Begegnung und der Pause.
In Hoi An braucht es keine großen Effekte: Die Schönheit liegt in den stillen Details – und die Japanische Brücke ist eines der schönsten Beispiele dafür.
Español
Italiano
Português
Deutsch