Das Truc Lam Tay Thien Kloster – eine heilige Bergregion in den Wolken

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Es heißt, das wirksamste Mittel gegen Festgefahrenes sei, den Rucksack zu schultern und loszuziehen. Für uns ist jede Reise ein Stück Reifen und eine veränderte Heimkehr. Zwei Wochen nach dem Ausflug nach Tay Thien ist die Erinnerung an jenen Tag noch lebendig: jede Wegstrecke, jeder Kiefernhain, der Klang der Glocke im Wind und wertvolle Lektionen über Meditation und Buddhismus – all das hat uns die Provinz Vinh Phuc großzügig geschenkt.

Das Kloster Truc Lam Tay Thien

Das Kloster Thien Vien Truc Lam Tay Thien in den Bergen

Am Samstag, dem 5. Dezember, einem frostigen Morgen, machten sich die Mitglieder des Clubs La Route des Découvertes auf den Weg nach Tam Dao, Vinh Phuc. Um 9:30 Uhr setzte Herr Ta Duy Bau, Direktor von Horizon Vietnam Travel – Leiter und zugleich professioneller Fahrer –, den Wagen in Bewegung. Über die nach General Vo Nguyen Giap benannte Straße Richtung Flughafen Noi Bai bewunderten wir erneut die moderne Schönheit der Nhat-Tan-Brücke. Unterwegs ließ Herr Bau Lan Phuong, ein Clubmitglied, die Rolle der Reiseleiterin übernehmen.

Besonders beeindruckend war die Ankunft am Fuße des Berges. Mit großem fahrerischem Können meisterte Herr Bau die kurvenreichen Serpentinen am Tam-Dao-Gebirge. Von unten schimmerte das Kloster zwischen den Wolken. Nach Überwindung der neun Steigungen fühlten wir uns wie in einem Feenreich: ringsum ziehende Wolken, rauschende Kiefern und das weite, reine Tam-Quan-Tor des Klosters.

Zum Glück kam bei unserer Ankunft die Sonne heraus. Da es sich um ein Kloster handelt, bat uns Herr Bau besonders um Ernst und Stille und um Respekt vor dem heiligen Ort und den dort Praktizierenden. Anschließend stiegen wir die langen Steinstufen zur Haupthalle hinauf und nahmen an einer Zeremonie teil. Beim Klang der Glocke fand jeder einen Moment der Stille. An jenem Tag führte uns sogar der Abt persönlich in die korrekten Riten ein und erklärte die Bedeutung der Ahnenverehrung.

Danach führte uns Herr Bau zu einer Steinstele mit vier berühmten Versen von König Tran Nhan Tong, dem Begründer der Truc-Lam-Schule des Zen. Er erläuterte Sinn und Bedeutung jedes Wortes; nicht nur die Clubmitglieder, sondern auch vorbeikommende Besucher blieben stehen und hörten aufmerksam zu.

Nach dieser sehr anschaulichen „Unterrichtsstunde“ erkundeten wir den Glockenturm, den Trommelturm und die Klosterräume. Von den Wandelgängen aus blickten wir auf die umliegende Bergkette – ein seltener Anblick, begleitet vom fernen Rauschen des Bac-Baches. Um 16:30 Uhr kehrten wir nach Hanoi zurück. Tay Thien – eine Wiege des Buddhismus und eines der drei größten Truc-Lam-Klöster Vietnams – bleibt ein Ort, auf den wir mit Stolz zurückblicken werden.

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