Lehrreiche Unterrichtsstunde über die „Tourismusnachfrage in Vietnam“ mit dem Experten Ta Duy Bau, Direktor von Horizon Vietnam Travel

Inhaltsübersicht

Am Vormittag des 10.09.2020 nahmen die Studierenden der beiden Tourismusklassen des Jahrgangs QH.2018 der Fakultät für französische Sprache und Kultur (Universität für Fremdsprachen – Vietnam National University Hanoi) an einer Unterrichtsstunde zum Thema „Die Tourismusnachfrage in Vietnam“ (Demande touristique au Vietnam) teil. Sie fand im Seminarraum der Fakultät statt, gemeinsam mit Herrn Ta Duy Bau, Direktor des Reiseunternehmens Horizon Vietnam Travel, sowie den beiden Dozentinnen Frau Nguyen Thu Ha und Frau Do Thanh Thuy.

Ta Duy Bau im Unterricht mit den Studierenden

Herr Ta Duy Bau im Austausch mit den Studierenden

Horizon Vietnam Travel wurde 2008 von Herrn Ta Duy Bau gegründet, einem ehemaligen Studenten der Französisch-Fakultät (Jahrgang K39), der dynamisch, humorvoll und reiselustig ist. Herr Bau verfügt über viele Jahre Erfahrung als französischsprachiger Reiseleiter bei Reiseunternehmen in Vietnam und in den Ländern Indochinas. Horizon Vietnam Travel ist ein in der frankophonen Gemeinschaft bekanntes Reiseunternehmen, das auf verschiedene Reiseformen spezialisiert ist, insbesondere auf maßgeschneiderte Reisen (voyage sur mesure).

In der Unterrichtsstunde stellte Herr Bau vier Schwerpunkte der „Tourismusnachfrage in Vietnam“ vor: die Bestandteile der Nachfrage, die Reiseformen, die Reisenden und die Saisonabhängigkeit der Branche.

Die Tourismusnachfrage

Zunächst sprach Herr Ta Duy Bau über die Erwartungen französischer Reisender bei einem Vietnam-Besuch. Anhand grundlegender Fragen – „Was isst man? Wo übernachtet man? Wie reist man? Welche Aktivitäten organisiert man?“ – vermittelte er den Studierenden ein konkretes und verständliches Bild des Begriffs „Tourismusnachfrage“.

Die Reiseformen

Studierende verfolgen den Vortrag

Die Studierenden verfolgen den Vortrag aufmerksam

Aus seiner Erfahrung in der Unternehmensführung nannte er die von Kunden häufig gewählten Reiseformen: klassische Reisen, Familienreisen und Geschäftsreisen. Außerdem betonte er die starke Entwicklung neuer Reiseformen wie maßgeschneiderte Privatreisen (tour privé et sur mesure) und kulinarische Reisen (tour gastronomique).

Die Reisenden

Beim Thema der Unterscheidung von „Inbound“- und „Outbound“-Reisenden in Vietnam sprach Herr Bau auch über die Erschließung von Outbound-Kunden, die aus dem Ausland in ein anderes Land reisen, dabei aber das Reiseprodukt eines inländischen Unternehmens kaufen.

Die Saisonabhängigkeit im Tourismus

Austausch zwischen Experte und Studierenden

Reger Austausch zwischen dem Experten und den Studierenden

Indem er die Saisonabhängigkeit der Branche aufzeigte, verdeutlichte Herr Bau die Bedeutung eines wirksamen Marketings. Ein Reiseunternehmen müsse – wie jedes andere Unternehmen – mindestens eines dieser Kriterien erfüllen: ein einzigartiges Produkt, einen besonderen Vertriebskanal, einen aufmerksamen und engagierten Kundenservice oder einen wettbewerbsfähigen Preis. Anschließend stellte er den Studierenden zwei Marketing-Werkzeuge vor, die sein Unternehmen häufig nutzt: Google Trends und Google Ads.

Austausch zwischen Experte und Studierenden

Mit seiner nahbaren, humorvollen und offenen Art ermutigte Herr Ta Duy Bau die Studierenden und nannte Gründe, einen frankophonen Tourismusberuf zu wählen: die erlernten Französischkenntnisse anwenden, kostenlos reisen sowie Wissen und Lebenserfahrung durch Begegnungen mit vielen Menschen und Orten erweitern. Besonders betonte er: Wer im Tourismus arbeitet, wird zu einem „Kulturbotschafter“ seines Landes und trägt dazu bei, dass Vietnam international bekannt und geschätzt wird.

Es war eine äußerst lehrreiche Zeit: Die Studierenden hörten nicht nur wertvolle Erfahrungen aus der Tourismusbranche, sondern erlebten auch aufrichtige Gespräche über das Leben. Die inspirierende Stunde mit dem Experten Ta Duy Bau half den beiden Tourismusklassen des Jahrgangs QH.2018, ihr Wissen in Theorie und Praxis zu festigen und ihre berufliche Orientierung klarer zu erkennen.

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